Die Methode erfreut sich nach wie vor wachsender Beliebtheit, auch wenn man/frau als Anbieter/in mancherorts noch "Pionier-Status" genießen kann.
So ist sie in NRW mittlerweile als Bildungsurlaub anerkannt und findet andernorts Einfluss in universitäre Zusammenhänge, um hier nur zwei Beispiele zu nennen.

 

Ich selbst hatte im letzten Jahr eine Einladung zur "Nordic-Summer-University" in Lettland - ein jährlich in wechselnden nordischen Ländern stattfindendes akademisches Sommercamp - wo ich WiyS einem kleinen, feinen internationalen Publikum vorstellen konnte.
Zum Anderen bin ich nun zum dritten Mal in (Semester-)Folge zu einem Praxistag an der Humboldt-Universität in Berlin eingeladen, wo wir in einem Doktoranden-Seminar zu sowohl wissenschaftlichen, als auch persönlichen Themen arbeiten.


Anfang des Jahres habe ich Joseph Culp - einen der Mitbegründer von WiyS - in Los Angeles besucht. Als ich ihm erzählte, dass WiyS für mich von Anfang an eine sehr enge Verwandtschaft zur Gestalt-Arbeit hatte, verwunderte ihn das nicht. Er erzählte, dass auch für John Cogswell - den anderen, inzwischen leider verstorbenen, Mitbegründer (ein Psychologe und Psychotherapeut) - Walking-in-your-Shoes immer auch eine Weiterentwicklung der Gestalt-Arbeit war. Allerdings erkannten die Beiden sehr bald, dass weitere Gebiete und Gelegenheiten die Methode zur Anwendung zu bringen sehr vielfältig sind und weit über den therapeutischen Bereich hinausgehen.


So erforschte Joseph Culp - selbst Schauspieler, Regisseur und Autor - WiyS bereits in den Anfängen auch im Theater- und Schauspiel-Zusammenhang. Vor allem mit seiner "Walking-Theater-Group", mit der zusammen ganze Stücke über diese Methode erarbeitet wurden. Von der Entwicklung von Drehbüchern und Dramaturgien über Rollenfindung und -vertiefung bis hin zur Bearbeitung und Klärung von Dynamiken und persönlichen Problemen innerhalb der Film- oder Theatergruppen ist mit WiyS vieles möglich.